Paid Content - auf dem Bild ein Laptop, auf dem Bildschirm ist eine englische Nachrichtenseite offen

Der Begriff Paid Content beschreibt verschiedene Inhalte digitaler Medien, die über webbasierte Zugänge wie Apps oder das Internet konsumierbar sind. Anders als Gratisinhalte, die sich häufig durch Einblendung von Werbebannern finanzieren, wird für Paid Content gezahlt, bevor der Zugriff möglich ist. Grundsätzlich lassen sich zwei Formen des Paid Content unterscheiden, zum einen das Abonnement, das in einem bestimmten zeitlichen Intervall den Zugang zu Inhalten im Austausch gegen eine festgelegte Bezahlung ermöglicht, und zum anderen der Einzelerwerb. Das bedeutet den einmaligen Erwerb beispielsweise eines Songs über iTunes. Hierfür wird einmal gezahlt, der Content wurde somit erworben.

Das Paid Content-Prinzip wird im deutschen Business-to-Customer Bereich (B2C) aktuell noch eher kritisch betrachtet. Vormals kostenlose Inhalte sollen nun kostenpflichtig sein. So schränken beispielsweise Zeitungen die Einsicht ihrer Artikel ein, die vorher frei zugänglich waren. Nun ist nur eine gewisse Anzahl frei, alles, was darüber hinaus geht, muss gezahlt werden. Dagegen ist das Modell der bezahlten Inhalte im Business-to-Business Bereich (B2B) schon länger etabliert. Einige ehemalige Start-ups, d.h. innovative, auf schnelles und großes Wachstum ausgelegte, aber mit geringen finanziellen Mitteln ausgestattete junge Unternehmen, die heute erfolgreich arbeiten, haben das Prinzip des Paid Content dennoch an ihre Kunden bringen und sie begeistern können. Eines der bekanntesten Start-ups, das dieses Modell geprägt hat, ist unter anderem der Musikanbieter Spotify, der neben seinem durch Werbung finanzierten Basismodell auch ein kostenpflichtiges, dafür werbefreies Modell anbietet.