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Open-Source-Anwendungen ermöglichen die Unabhängigkeit von Softwareherstellern. In der folgenden Zusammenstellung erfahren Sie, wie es dazu gekommen ist. Mit einem Pinguin hat damals alles angefangen. Linus Torvalds, Erfinder des Betriebssystems Linux, kündigte innerhalb einer Usenet-Newsgruppe Folgendes an: Er werde ein freies Betriebssystem, das er als Hobby erfunden hat, für jeden zur Verfügung stellen. Anfangs nicht von allen ernst genommen, ist Linus Torvalds heute allgemein als Genie bekannt. Seit nunmehr über 25 Jahren findet eine Entwicklung von Linux statt, in die technische Neuerungen und moderne Abwehrmechanismen gegen neue Computerviren einfließen. In der heutigen Zeit existieren viele solcher oder ähnlicher Open-Source-Projekte, die im geschäftlichen und privaten Rahmen entwickelt und genutzt werden. Open-Source-Programme haben ihre Spuren nicht nur in Betriebssystemen oder Office-Anwendungen hinterlassen, denn auch in der Bankenwelt kommen sie zum Einsatz. Hierbei spielen die sogenannten Echtzeit-Finanztransaktionen, die innerhalb von Open-Source-Projekten entwickelt wurden, eine wichtige Rolle. Aktuellen Schätzungen nach werden etwa die Hälfte der weltweiten Geldüberweisungen mittels der Echtzeit-Finanztransaktionen durchgeführt. So greifen alle Fortune 500 Banken darauf zurück. Neben den auf der Hand liegenden ökonomischen Vorteilen gibt es auch Open-Source Anwendungen, die im Privatbereich und an den Universitäten häufig genutzt werden. Schreibsoftware wie OpenOffice dient als kostenlose Alternative zu Microsoft Word. Verfechter von Open-Source-Software sehen darin nicht nur eine Alternative, sondern eine Verbesserung der Programme.

Open Source als Grundlage für die Cloud

Die Cloud wäre, so wie wir sie kennen, nicht möglich ohne Open-Source-Projekte. Infolge der heute vielfältigen Clouds haben sich sogenannte On Demand Services etabliert, die Entwickler mit virtuellen Maschinen unterstützen. Diese Maschinen bilden real existierende oder hypothetische Rechner nach und werden beispielsweise zur Entwicklung von Unternehmenssoftware eingesetzt. Im IT-Bereich kommt es dadurch zu noch schnelleren Fortschritten bei der Provisionierung von Servern. Die Abhängigkeit von großen kommerziellen Software-Anbietern wird vielen gewerblichen und privaten Nutzern bewusster, wodurch es zur Suche nach Alternativen im Open-Source-Bereich kommt.

Open Source im Vergleich zu kommerzieller Software

Open Source ist als frei verfügbare Software definiert, deren Quelltexte öffentlich und nutzbar sind. Damit steht Open Source im krassen Gegensatz zu kommerzieller Software. Meist ist eine kostenlose Nutzung von Open-Source-Programmen möglich, wobei freiwillige Spenden auf Dauer helfen, die Projekte voranzutreiben. Im Gegensatz dazu stehen die bezahlten Programme, da hier keine Veränderung des Quellcodes vorgesehen ist. Durch regelmäßige Updates, in Form von neuen Versionen, entwickeln sich die Programme zwar ebenfalls weiter, jedoch muss dies teilweise vom Nutzer bezahlt werden. Haben sich kommerzielle Programme in Firmen oder öffentlichen Einrichtungen etabliert, kann es zu langfristigen Abhängigkeiten kommen. Ein Beispiel dafür ist das E-Mail und Verwaltungsprogramm Outlook von Microsoft. Wenn die E-Mail-Funktionen oder der gemeinsame Kalender firmenintern genutzt werden soll, benötigt jeder Mitarbeiter Microsoft Office Produkte auf seinem Rechner und neue Software-Versionen müssen gekauft werden, da sonst Gefahren von Sicherheitslücken ausgehen. Eine Möglichkeit der Abhängigkeit zu entgehen, ist der Ersatz durch ein Open-Source-Produkt, dass die Funktionen übernehmen kann. Weiters besteht ein Vorteil beim Einsatz von Open-Source Software auch darin, dass die Basis der Software – der Code – frei zugänglich ist. Dadurch können Entwickler selbst Änderungen vornehmen und so Erweiterungen und Korrekturen durchführen. Oftmals gibt es auch die Möglichkeit Unterstützungen vom Hersteller durch Subskription zu erhalten. Dies ist vergleichbar mit einer Mietlösung, die sich jedoch nicht auf die Lizenz der Software bezieht, sondern auf Unterstützung und Beratung.

Beispiel einer industriellen Open-Source-Nutzung

Am Beispiel eines Herstellers für Industriekameras, IDS, zeigt sich wie Open-Source-Modelle auch in der Industrie eingesetzt werden können. Das Programm „Vision-Suite“ wird als vollständige Softwareunterstützung angeboten. Das gesamte Paket umfasst eine grafische Benutzeroberfläche, die eine Überprüfung der angeschlossenen Kameras ohne Programmierkenntnisse ermöglicht. Für fortgeschrittene Nutzer sind Kommandozeichentools verfügbar, sodass spezielle Anforderungen in das bestehende Programm integriert werden können. Durch das Wechselspiel zwischen Hersteller und Anwender kommt es zu einer laufenden Entwicklung der Software.

Auch HELIUM V ist unter der Lizenz AGPL Open Source verfügbar. Durch die zur Verfügungstellung als Open Source geben wir unseren Anwendern die Sicherheit, dass alle Berechnungen bzw. Verfahren offengelegt sind.