Alternative ERP Systeme Chance oder Risiko

Der Hamburger Michael Gottwald, Analyst und Geschäftsführer der SoftSelect GmbH, diagnostizierte auf ZDNet, warum es Open Source basierte ERP-Systeme schwer haben auf dem Markt. Drei Gründe führt Gottwald an, die seines Erachtens nach für das Scheitern der Kombination ERP und Open Source verantwortlich sind.

  • Komplexität
  • Anpassungsaufwand
  • Fehlende Sponsoren

Zunächst einmal sind das genau die drei Aspekte, mit der sich jede ERP-Software auseinandersetzen muss:

Unternehmen sind komplex. Prozesse und Beziehungen in einem Unternehmen sind komplex. Entsprechend aufwendig gestaltet sich der Versuch, das alles unter einen Hut zu bringen.

Jedes Unternehmen ist einzigartig. Entsprechend kann es eigentlich keine „One Size Fits All“-Lösung geben.

Unternehmen wollen Sicherheit. Besonders, wenn es um unternehmenskritsche Bereiche geht. Von einem ERP hängt oftmals das Tagesgeschäft ab.

Beginnen wir mit dem letzten Punkt. Durch die großen Sponsoren wie Oracle, Microsoft und besonders SAP ist ein Durchbruch von ERP Systemen überhaupt erst möglich gewesen. Mittlerweile gibt es viele Alternativen zu den großen Anbietern und das ist gut, besonders in Bezug auf die o. e. Komplexität und damit verbundene Anpassungsaufwände. Gerade hier punkten die Kleinen. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob das System nach den Open Source Prinzipien entwickelt wurde oder das Ergebnis eines geschlossenen Entwicklungsprozesses ist.

Namhafte Hersteller — so wird allgemein angenommen — erfüllen alle Kriterien hinsichtlich Compliance. Für ein Unternehmen ist das ein wichtiger Punkt. Allerdings trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Je größer der Hersteller einer ERP-Anwendung, desto umfassender ist das dem System zu Grunde liegende Regelwerk. Die Systeme sind darüber hinaus weitgehend standardisiert, um eine möglichst große Zahl an Installationen ‚out of the box‘ bedienen zu können. Die Software beinhaltet oft viele Funktionen, die für die meisten Branchen irrelevant sind oder für KMU deutlich überdimensioniert.

Alternative Anbieter wie wir machen sich das zu Nutzen, denn sie haben oft gar nicht den Anspruch, breit aufgestellt zu sein. In diesem Umfeld findet man die Branchenlösungen: ERP Systeme, die speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen einer ganz bestimmten Klientel ausgerichtet sind. Zusätzlich bieten diese Hersteller häufig an, nur einzelne Module wie z. B. die Zeiterfassung oder die Materialverwaltung zu nutzen. Andere Anbieter wiederum haben sich auf KMU spezialisiert.

Diese Fokussierung bringt ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität mit sich. Anpassungen an individuelle Anforderungen oder Wünsche sind in der Regel in der Installationsdienstleistung bereits standardmäßig enthalten. Und das ist ein weiterer Vorteil der Herausforderer: sie sind zudem meist wesentlich günstiger als die Lösungen der Großen bzw. bieten ganz individuelle Preispläne.

Und wie schaut das mit Haftung aus? Sie wissen schon: „Keiner wurde je gefeuert, weil er ein System von SAP angeschafft hat.“ Auch hier muss sich keiner mehr verstecken. Egal, ob Sie Open oder Closed Source wählen, in fast allen Fällen stehen etablierte Unternehmen hinter dem Angebot.

Wir sind das beste Beispiel. Unsere GmbH unterstützt seit 15 Jahren viele Unternehmen mit unserem Flagschiff, dem HELIUM V ERP für KMU aus der Elektrotechnik / Elektronik.

Freilich können Sie die Open Source Software auch kostenlos aus dem Internet herunterladen und sich selbst dran versuchen oder Ihren Kumpel, der ja auch irgendwas mit IT macht, darum bitten. Probieren Sie es aus. Wir freuen uns in jedem Fall auf Sie.