Open Source Software für persönliche Freiheit

Diese Worte von Richard Stallman sind heute berühmt.

Viele Menschen glauben, bei Open Source Software handelt es sich einfach um kostenlose Programme, also Anwendungen, die philanthropische Entwickler kostenfrei zur Verfügung stellen. Dies Ansicht ist jedoch verkehrt: Es greift viel zu kurz, Open Source Programme mit kostenlosen Gimmicks oder der Freeware vergangener EDV-Zeiten zu vergleichen.

Um genauer zu verstehen, was mit Open Source tatsächlich gemeint ist, hilft es, sich die Definition des Free Software-Aktivisten Richard Stallman näher anzuschauen. Nach Stallmann geht es vor allem um die Freiheit, Programme „auszuführen, zu untersuchen und zu ändern und Kopien mit oder ohne Änderungen weiterzuverbreiten“. Wenn Sie an typische Kaufsoftware denken, so werden Sie bemerken, dass Sie dort diese Freiheit nicht haben. Der Programmcode ist nicht frei zugänglich, und wenn Sie beispielsweise Kopien der Software machen und verschenken, ist dies illegal.

Ein klassisches Gegensatzpaar in diesem Sinne sind die Betriebssysteme Linux und Windows. Letzteres ist ein Beispiel für proprietäre Software, wie auch beispielsweise Adobe Photoshop, AutoCAD oder Adobe Flash. Diese Programme sind im Besitz großer Firmen und Sie als Nutzer können diese lediglich konsumieren und vielleicht gelegentlich Verbesserungswünsche äußern.

Profit ist nicht ausschlaggebend

Bei Open Source Software verhält sich das anders. Es geht nicht um Profit, sondern um ethische und soziale Werte. Praktische Auswirkungen der Existenz der Open Source Bewegung sind unter anderem in indischen Schulen sichtbar, die sich unabhängige Betriebssysteme leisten können oder auch bei gering verdienenden Grafikern, die mit der Software GIMP sehr gute Ergebnisse erzielen können, ohne Hunderte Euro an Lizenzkosten zahlen zu müssen.

Seine eigene Freiheit mit Nutzung freier Software leben

Im theoretischen Bereich geht es bei der Definition von Open Source um freie Lizenzen und freien Quellcode und die Annahme, dass beides zusammen zu besserer Software führt. Aus Respekt vor der Freiheit der Softwarebenutzer erlaubt Open Source also das Ändern und Weiterverbreiten von Software, „um sie leistungsfähiger und zuverlässiger zu machen“, wie Richard Stallman in einem Artikel der GNU-Bewegung schreibt.

Wer freie Software nutzt, verteidigt letztendlich seine eigene Freiheit, denn er macht sich (und alle anderen Menschen) auf lange Sicht frei von unmoralisch agierenden Softwarefirmen. Übrigens muss freie Software nicht notwendigerweise eine GNU GPL-Lizenz haben. Verschiedene freigemachte Softwarelizenzen sind ebenfalls lupenreine Open-Source-Entitäten.

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