Startup mit Open Source Software starten

Warenwirtschaft, CRM, Lagerverwaltung, Produktion, Finanzverwaltung und Projektmanagement sind heutzutage ohne Softwareunterstützung nahezu undenkbar. Gerade im Bereich Enterprise-Resource-Planning fallen konventionelle, also kommerzielle Programme jedoch häufig mit zu hohen Kosten auf.

Start-ups, wie auch viele Kleinunternehmer und mittelständische Unternehmen, könne sich die teuren Lizenzen der großen, etablierten Softwarehersteller mitunter schlichtweg nicht leisten. Daneben spricht auch der ideelle Aspekt für die Verwendung von Open Source Software: Quelloffene Programme sind Teil einer weltweiten Bewegung für die Freiheiten der Nutzer.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Vor allem wenn Sie ein Start-up betreiben, das einen jungen und onlineaffinen Nutzerkreis anspricht, ist freie Software die passendere Lösung. Ihr Unternehmen geht dann quasi mit gutem Beispiel voran – ein Aspekt, der durchaus zur Imagepflege genutzt werden kann. Weiterhin sprechen einige praktische Gründe dafür, von Anfang an auf freie Management Software zu setzen. So haben Sie bei dieser meist flexiblere Anpassungsmöglichkeiten und besseren bzw. schnelleren Support.

Benötigte Funktionen und Kostenrahmen abstecken

Wenn Sie also darüber nachdenken, mit welchem Programm Sie und Ihre Mitarbeiter künftig Wareneinkauf, Buchhaltung oder Projektmanagement organisieren wollen, hilft es, eine Liste zu machen, die alle Aufgaben darstellt, welche die Software bedienen soll. Der Umfang der frei erhältlichen wie auch der kommerziellen ERP Software schwankt erheblich – und Sie wollen natürlich nicht für Module und Leistungen bezahlen, die Sie und Ihr Business gar nicht benötigen.

Ebenfalls gut vorab zu wissen, ist Ihr Kostenrahmen. Zwar gibt es auch völlig kostenfreie Management Software, doch werden die meisten Open Source Programme mit sogenannten dualen Lizenzen vertrieben. In der Enterprise Edition des jeweiligen Softwareprodukts sind dann etwa zusätzliche Funktionen, Unterstützung, Schnittstellen oder Ähnliches enthalten. Dies ist zum Beispiel bei dem Betriebsführungssoftware-System HELIUM V der Fall.

Bei der Entscheidung, welche Art von Lizenz Sie für Ihr neues Unternehmen verwenden, spielen daher Ihr IT-Kenntnisstand (oder der des entsprechenden Kollegen) und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den Dateien und Programmcodes der ERP-Software eine große Rolle.